Allgemeines
Allgemeines
1862 wurde sie gegründet, die Freiwillige Feuerwehr Aschaffenburg. Heute gliedert sie sich organisatorisch in acht Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr, einen KatS-Zug, eine Tauchgruppe und nicht zu vergessen natürlich auch die Jugendfeuerwehr. In der Hauptfeuerwache in der Südbahnhofstr. versehen außerdem 40 hauptberufliche Kräfte ihren Schichtdienst. Sie stehen zusammen mit der in dieser Wache vorgehaltenen Technik im Mittelpunkt der Feuerwehr. Die im nordwestlichsten Teil des Freistaats Bayern gelegene Stadt Aschaffenburg stellt den Mittelpunkt der Region Untermain und des Main-Spessart-Gebietes dar. Die Gesamtfläche des Stadtgebiets beträgt 62,49 km2, die Einwohnerzahl liegt bei über 68.575 Menschen. Neben diversen Industriebetrieben aller Art und Größe sowie sonstiger Gewerbe- und Dienstleistungsunternehmen bilden die zahlreichen Verkehrswege (Bahnlinien, Autobahnen und Schnellstraßen) besondere Gefahrenschwerpunkte. Hinzu kommen Aufgaben im Bereich der Binnenwasserstraße Main. Für die Sicherheit der Stadt und der dazugehörigen Verkehrswege ist eine ständig besetzte Wache, die aus acht Löschzügen bestehende Freiwillige Feuerwehr und der KatS-Zug zuständig. In der Hauptfeuerwache sind neben den hauptberuflichen Kräften zwei Löschzüge der FF (LZ 1 und 2) sowie der KatS-Zug stationiert. Löschzüge mit eigenem Gerätehaus finden sich in Damm (LZ 3; Ausstattung HLF-3, LF-3, MZF-3, WLF-3 mit AB-Schaum und AB-Strom/Lüfter), Leider (LZ 4; LF-4, LF-5, MTF-4, SW-4, RTB-4), Gailbach (LZ 7; StLF-7, MTF-7, TLF-7) und Obernau (LZ 8; LF-8, MTF-8, RTB-8). Die Kräfte des Löschzuges 6 (Schweinheim) verfügen über kein eigenes Gerätehaus, sie rücken im Alarmfall in die Wache in der Südbahnhofstr. ein und besetzen dortige Fahrzeuge. Eine Besonderheit stellt die 1988 gegründete Tauchergruppe dar, die aus Mitgliedern der FF und hauptamtlichem Personal gebildet wird. Nachdem die ersten Rettungstaucher noch durch Mitarbeiter der DLRG ausgebildet wurden, folgten weitere mit Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr Würzburg. Zwischenzeitlich verfügt die Feuerwehr Aschaffenburg über eigene Lehrtaucher, welche die Spezialisten im eigenen Haus ausbilden.
Hauptfeuerwache
Die verkehrsgünstig gelegene und 1978 bezogene Hauptfeuerwache besteht aus einem mehrteiligen Winkelbau auf einem 13.500 m2 großen Grundstück in der Südbahnhofstr. Der große zentrale Hof sowie die auf der Rückseite des Hauptgebäudes gelegene Umfahrung ermöglichen u. a. einen effektiven Übungsbetrieb. Im zweigeschossigen Zentralgebäude befinden sich die Einsatzzentrale, Fahrzeughalle, Atemschutzwerkstatt, Atemschutzübungsanlage, Umkleide- und Sozialräume, Lehrsaal, Lehrmittelsammlung, Büro- und Ruheräume. Am Zentralgebäude angeordnet ist der Übungsturm. Durch eine Überdachung angebunden erstreckt sich an der hinteren Außengrenze ein eingeschossiger Flügelbau. Hier liegen die Kfz-Reparatur- und Pflegehalle, Schlosserwerkstatt und weitere Nebenräume. Ein angrenzender Flachbau wurde 2010 abgerissen. Hier entstand ein zweigeschossiges Gebäude mit 9 Stellplätzen für Fahrzeuge und im Obergeschoss die Integrierte Leitstelle für den bayerischen Untermain.
Personal
Die FF Aschaffenburg kann zur Zeit auf einem Personalbestand von rund 200 Einsatzkräften zurückgreifen. Die hauptamtliche Wache (Schichtdienst) setzt sich aus Feuerwehrbeamten und feuerwehrtechnischen Angestellten zusammen. Hinzu kommen im Tagesdienst der Leiter der ständigen Wache (Beamter des gehobenen feuerwehrtechnischen Dienstes), ein Kraftfahrzeugmeister, eine Verwaltungsangestellte und eine Reinigungskraft.
Dienstbetrieb
Die hauptberuflichen Kräfte versehen einen 24-Stunden-Schichtdienst in drei Dienstgruppen. Nach jeder Schicht folgen 24-Stunden Freischicht und nach jeder dritten Dienstschicht 96 Stunden Freizeit. Die Mindestschichtstärke liegt bei sechs Kräften im Ausrückedienst (nach dem Bayerischen Feuerwehrgesetz die Mindeststärke, die bei einer Ständigen Wache rund um die Uhr zum Ausrücken vorhanden sein muss) und zwei Mann in der Feuerwehreinsatzzentrale. Die Ausbildung der hauptberuflichen Kräfte erfolgt bei den verschiedenen bayrischen Berufsfeuerwehren, wo die jeweils erforderlichen Laufbahnlehrgänge durchgeführt werden. Die Wachabteilungsführer und ihre Stellvertreter verfügen alle über einen B III-Lehrgang. Der Dienst beginnt täglich um 07.00 h mit der Fahrzeugübernahme und -überprüfung. In der anschließenden Arbeitszeit (an Werktagen bis 17.00 h, Samstags bis 12.00 h) werden alle Pflege- und Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Die restliche Zeit gilt als Bereitschaftsdienst. Bestandteil der Arbeitszeit sind dreimal im Monat je 1 1/2 Stunden Dienstsport und Aus- bzw. Weiterbildungsveranstaltungen. Viele hauptamtliche Mitarbeiter stellen sich übrigens seit Jahren als Ausbilder für die Angehörigen der FF zur Verfügung. Grundsätzlich werden alle Einsätze im Stadtgebiet vom Personal der hauptamtlichen Wache abgearbeitet. Oft sind zusätzlich Kräfte der jeweils zuständigen Stadtteilfeuerwehr mit in das Einsatzgeschehen eingebunden. Sollten die hauptberuflichen Kräfte eine Einsatzlage zwar allein bewältigen können, jedoch über längere Zeit gebunden sein, wird ein Löschzug der FF in Bereitschaft auf die Wache versetzt, um für weitere Einsätze unmittelbar zur Verfügung zu stehen.
Einsätze
Rund 1000 Einsätze gilt es im Jahresschnitt zu bewältigen, deutlich an der Spitze liegen dabei die technischen Hilfeleistungen.
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